Polionauten im Fernsehen: SWR Landesschau vom 06. 07. 2011

Den Augenblick zu geniessen, ohne an das „Morgen“ zu denken, mag eine gute Idee sein.

Ob es allerdings eine gute Idee ist, auf den Gebrauch von Hilfsmitteln erst dann zu setzen, wenn es schon zu spät ist, darf bezweifelt werden, denn nach dem,  was man bisher über das Post-Polio-Syndrom weiß, kann eine „Schonung“ (nicht eine komplette „Ruhigstellung“) der noch vorhandenen Muskulatur durchaus zur Verlängerung der Lebensdauer derselben führen.

Insofern ist dieser Fernsehbeitrag sicher eine gute Idee. Schließlich trägt er dazu bei, das Thema Post-Polio-Syndrom in die Öffentlichkeit zu transportieren. Die Umsetzung ist aus meiner persönlichen Sicht an der einen oder anderen Stelle und  von der „Botschaft“ her allerdings eher mäßig, weil sie dem geneigten Zuschauer glauben machen könnte, man könne beim Post-Polio-Syndrom nichts tun, ausser darauf zu warten, dass die Muskulatur komplett zusammen bricht und einem insofern als Betroffenem nichts anderes übrig bliebe als sich in sein „Schicksal“ zu ergeben!

Was wichtig wäre: Den anderen Betroffenen „Perspektiven“ aufzuzeigen, die es sicher gibt.

SWR Landesschau 06.07.2011

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